Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Mark Twain (1835–1910)
Sol Bier

Die Erfolgsgeschichte des Team 412 begann im Spätsommer des Jahres 1993. Damals übernahm der gelernte Bankkaufmann und heutige Geschäftsführer, Matthias Graf, erstmals eine gastronomische Fläche beim Hittfelder Dorffest.

Um sich bei diesem Dorffest von den weiteren Gastronomen abzuheben und eine besondere Attraktion bieten zu können, distanzierte sich Matthias Graf von den traditionellen Wurst- und Bierständen und gestaltete eine überdimensionale Bier- und Cocktailbar mit Tresen, die aus Bierkisten gebaut waren. Zusätzlich wurde ein bis dato in Deutschland noch nahezu unbekanntes, mexikanisches Bier mit dem Namen SOL verkauft. Zur damaligen Zeit noch von den anderen Gastronomen eher belächelt, findet man diese Form von Bier- und Getränkeständen heutzutage auf fast jedem Dorf- und Stadtfest.

Der Erfolg und der ausgeprägte Pioniergeist von Matthias Graf spornten ihn an, neue Projekte zu planen. Die legendären „Unterpreis-Abriss-Parties“ waren die nächste Station auf dem Weg zum Team 412. Der Spaß an der Sache und der Jugendtraum vom „Feiern ohne Grenzen“ brachten ihn und seine Gefährten stetig weiter nach vorne.

Die erste große Party wurde dann im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 1994 in Timmendorf an der Ostsee gefeiert. Die riesige Eissporthalle des ortsansässigen ETC war die Location, an den Reglern befand sich DJ Andry Nalin, der später im Duo „Nalin & Kane” mit dem Song „Beachball“ einen Welthit landete. Die eigentliche Geburtsstunde des heutigen Firmennamens war die Travemünder Woche 1994. Dort war die Gruppe um Matthias Graf erstmalig mit ihrem unkonventionellen Bier- und Cocktailstand vertreten. Täglich wurde an diesem Stand mit Hunderten von Gästen gefeiert, während aus den Musikboxen der Livesong „Annihilating Rythm“ von Ultra Sonic zu hören war. Der Sänger schrie zwischendurch zum Soundcheck die Zahlen 4-1-2 in das Mikrofon. Dieser Song wurde so etwas wie die Hymne und ergibt, gekoppelt mit dem damals entstandenem und natürlich noch heute vorhandenem „Wir-Gefühl“, den heutigen Firmennamen. Das Team 412 war geboren.

Im Jahre 1998 wurde das Team 412 dann erstmalig in einer festen Location sesshaft und war fortan in aller Munde.

Das Leerstehende Casino in Travemünde wurde mit viel Mühe und Liebe zu einer einzigartigen Partylocation hergerichtet. Unterstützt und präsentiert von Radio HH, der Bildzeitung und einer Vielzahl weiterer Sponsoren, wurden die legendären Casino-Parties zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen in ganz Norddeutschland. Wöchentlich pilgerten bis zu 5.000 Menschen in den beschaulichen Kurort Travemünde, um auf verschiedenen Floors zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen und wechselnden DJ’s abzufeiern. Durch den enormen logistischen und personellen Aufwand, den diese Veranstaltungen erforderten, bildeten sich dann die zum Teil noch heute bestehende Firmen- und Personalstruktur.

Die Ära der Casino-Parties endete im Jahre 2001 mit dem Umzug ins benachbarte Kurhaushotel Travemünde (das heutige Arosa Hotel), welches mit einer Veranstaltungsfläche von ca. 3000 m² nicht weniger imposant und somit prädestiniert für Großveranstaltungen war.

Jedoch musste das Team 412 diese Location trotz eines äußerst kostspieligen und arbeitsaufwendigen Umzuges nach nur wenigen Veranstaltungen wieder verlassen und zog abermals in eine andere feste Location weiter.

Ölmühle

Das neue Domizil befand sich dieses Mal in der schönen Hansestadt Lübeck, direkt an der Trave. Auserwählt war nun eine historische Ölmühle, womit sich die Namensfindung der neuen Partylocation schnell erledigt hatte – die Ölmühle-Lübeck sollte zum neuen Partymekka werden. Innerhalb von nur drei Wochen wurde dieses alte Kulturdenkmal mit gewaltigem Aufwand und enormen Kosten zu einer ganz besonderen Location hergerichtet, in der das industrielle Flair auch weiterhin spürbar blieb. Die Ölmühle-Lübeck empfing jeden Samstag zwischen 2.500 und 4.000 feierwütige Menschen, die auf verschiedenen Ebenen zu jedem Musikgeschmack das Richtige finden konnten.

Zeitgleich wurde in Travemünde die CaiPiranha-Bar-del-mar eröffnet. Ebenfalls, wie das Casino-Travemünde, direkt an der dortigen Strandpromenade gelegen, lud diese Bar fortan während der Sommersaison zum Verweilen mit einem leckeren Cocktail oder einem anderen Kaltgetränk ein und lockte mit der fantastischen Dachterrasse immer wieder verliebte Pärchen zum Sonnenuntergang über der Ostsee an. 2002 musste die Bar im Zuge des Gebäudeumbaus in ein Luxushotel geschlossen werden.

Nach nur einem Jahr erfolgreicher Betriebszeit mussten wir – ebenfalls im Jahre 2002 -die historische Ölmühle in Lübeck räumen. An gleicher Stelle wurde ein gigantisches Container-Terminal errichtet.

Somit musste das Team 412 erneut weiterziehen, stets darum bemüht, das Publikum an immer wieder neuen, atemberaubenden und außergewöhnlichen Orten zu verzaubern.

Die neuerliche Reise endete dann schließlich mit dem Einzug in die Lübecker Huckepack-Hallen, wo einst zu früheren Zeiten U-Boote gebaut wurden. Somit blieb das Team 412 auch dieses Mal seiner bisherigen Strategie treu und verwandelte ein historisches Gebäude in eine abwechslungsreiche und faszinierende Eventlocation, die bis zum April 2003 pro Veranstaltung bis zu 3.000 Menschen anzog.

Nur knapp zwei Monate später, Ende November 2002, wurde dann auch erstmals im Seevetaler Raum, dem Firmensitz des Team 412, eine feste Örtlichkeit für das Partyvolk eingeweiht. Das Eventcenter Atmosphäre 412 in Buchholz i. d. Nordheide wurde in einem ehemaligen Autohaus eröffnet und brachte eine Neuerung mit sich – zwar in erster Linie zur Nutzung als Diskothek ausgelegt, konnte und wurde die Atmosphäre 412 jedoch auch für Tagungen, Firmen- und Privatfeiern jeglicher Art genutzt werden.

Eine weitere Partylocation wurde Pfingsten 2003 auf der Nordseeinsel Sylt eingeweiht. In Kooperation mit der Firma „All about Events“ wurde ein alter Flughafenhangar auf dem Gelände des „Westerland-Airport“ zu einer ausgefallenen Partylocation umgebaut. Der Betrieb der „Halle74“, so der Name des Domizils, war jeweils auf den Zeitraum von April bis Ende September beschränkt und musste letztendlich aufgrund von verschärften Sicherheitsregeln für Flughäfen eingestellt werden. Nach dem Auszug aus den Huckepack-Hallen 2003, wurden in der Folgezeit zwei weitere Veranstaltungsreihen ins Leben gerufen, die jedoch nur von kurzer Zeit waren.

Zum Einen wurden bis Mai 2004 mehrere Veranstaltungen in der Lübecker Musik- und Kongresshalle durchgeführt, die von bis zu 6.000 Menschen besucht wurden. Des Weiteren fanden von Januar bis Dezember 2004 die Neuauflagen der legendären Casiono-Partys statt. An alter, jedoch leicht veränderter Wirkungsstätte lebte noch einmal der Flair der unvergessenen und legendären Nächte auf.

Im November 2004 öffnete das Yellow alle 2 Wochen seine Türen für das Lübecker Partyvolk. Dieses ehemalige Möbelhaus wurde in eine futuristische Partylocation verwandelt, die unseren Gästen eine Nacht der besonderen Art versprach. Eine Vielzahl von Sitzmöglichkeiten im edlen Lederdesign und die lichttechnisch in Szene gesetzten Stoffskulpturen in der über 10 Meter hohen Deckenkonstruktion machten das Yellow zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Yellow mussten wir im Jahr 2008 wegen dem Ende des Mietvertrages verlassen.

Auch die Verträge für die Buchholzer Diskothek „Atmosphäre 412“ liefen 2009 aus und so mussten wir im Frühjahr 2009 diese Räumlichkeiten aufgeben.

Seit 2009…

…hat sich das Team 412 auf die gastronomische Umsetzung von Großveranstaltungen spezialisiert und führt weiterhin eigene Veranstaltungen in Off-Locations,  sowie auf den bekanntesten Stadtfesten durch.